Berichte über die Arbeit der CDU Hohenlohe


CDU Künzelsau diskutiert über Mobilität im ländlichen Raum.

Das Thema „Mobilität im ländlichen Raum“ stand im Fokus eines Besuches des Bezirksversitzenden der CDU-Nordwürttemberg Steffen Bilger MdB im Hohenlohekreis und beim Stadtverband der CDU in Künzelsau.

 

Steffen Bilger, welcher innerhalb des Ausschusses Verkehr der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Berichterstatter zum Thema Elektromobilität ist, konnte zu Beginn einen Blick in die regionale Wirtschaft werfen. Bei der Firma Ziehl-Abegg AG am Stammsitz in Künzelsau machte er sich ein Bild der zukunftsorientierten Produkte für die Elektromobilität. Der Vorstandsvorsitzende Peter Fenkl sowie der Leiter der Antriebstechnik Ralf Arnold erläuterten die Funktionsweise und die Vorteile dieses neuartigen Antriebes für Stadtbusse. Eine Führung durch das Entwicklungszentrum InVent rundete den Besuch ab.

 

Neuartiger Antrieb für Stadtbusse

 

Bei der anschließenden öffentlichen Veranstaltung Gaisbach informierte der Abgeordnete zum Thema Ausbau der A 6 sowie zur Verlängerung der Stadtbahn von Öhringen nach Schwäbisch Hall. Laut Bilger sei ein Neubau der A6 derzeit nur über ein öffentlich-privates Finanzierungsmodell realisierbar. „Ein Neubau der Strecke von Kupferzell bis Weinsberg würde über 400 Mio. Euro kosten“, schätzte Bilger ab. In der anschließenden Diskussion unter Leitung des CDU-Vorsitzenden David Kappel stand dieses Thema im Mittelpunkt. Bilger betonte nachdrücklich die Dringlichkeit des Ausbaus und verwies auf die starke wirtschaftliche Stellung des Hohenlohekreises, welche nicht gefährdet werden dürfe.

  

Ingenieur -und Fachkräftemangel in Wirtschaft und Industrie

Das Thema Fachkräftemangel war Gegenstand einer öffentlichen Veranstaltung des CDU Stadtverbandes Künzelsau.

 

Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm von der Reinhold-Würth Hochschule informierte die Zuhörer im vollbesetzten Ratssaal im alten Rathaus über die derzeitige Arbeitsmarktsituation für Ingenieure.

„Derzeit können in Deutschland über 80 000 Ingenieursstellen nicht besetzt werden“, so Prof. Ulm und stellte dar, dass ein Ende des Fachkräftemangels nicht abzusehen sei.

 

Um wieder mehr Kinder und Jugendliche für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, müssten laut Ulm geeignete Methoden in den entsprechenden Lebensabschnitten von Kindergarten über Schule bis hin zum Studium ausgearbeitet werden. „Wenn Kinder Dinge auseinandernehmen, erkunden Sie Zusammenhänge von Ursachen und Wirkungen und experimentieren damit“, zitierte Ulm. Aus dem sozialen Umfeld der Kinder und Jugendlichen sieht Prof. Ulm die Ursachen des Fachkräftemangels. Mangelndes Bewusstsein der Eltern für die Naturwissenschaften spiele hierbei eine große Rolle. Zu wenige Eltern spielten mit ihren Kindern mit dem Experimentierkasten.

 

Dabei biete das Berufsbild Ingenieur vielfältige Tätigkeiten. Die Elektrotechnik als Basiswissenschaft erlaube dem Ingenieur auch in anderweitigen wissenschaftlichen Feldern tätig zu werden. „Von der Medizintechnik über die Luft- und Raumfahrttechnik bis hin zur Energietechnik, sind viele Anwendungsfelder möglich“, beschrieb der Fachmann.

 

Im Anschluss an die Ausführungen von Prof. Ulm gab es eine rege Diskussion. Gerade viele junge Zuhörer waren gekommen, um sich über ein Technikstudium an der Reinhold-Würth Hochschule zu informieren. 

 

 

Besuch bei Rosenberg

Einen hochinteressanten Nachmittag erlebten Mitglieder der Senioren-Union der CDU bei der Betriebsbesichtigung in der Firma Rosenberg in Gaisbach

 

  

 

Geschäftsführer Karl Rosenberg ließ es sich nicht nehmen, selbst in die Unternehmensphilosophie einzuführen. Seit 1981 habe sich  sich die Rosenberg Ventilatoren GmbH, mit Sitz in Künzelsau-Gaisbach, durch Entwicklung und Produktion regelbarer Außenläufermotoren zu einem für Europa bedeutenden Zentrum der Lüftungs- und Klimabranche entwickelt.

In einem ausgedehnten Rundgang durch die Produktionsstätten erläuterte Jürgen Große Gehling den Ablauf der Fertigung  von Motoren, über Ventilatoren bis hin zu Steuerungen und kompletten Klimageräten. Mit rund 1400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern , sowie Werken bzw. Beteiligungen in Frankreich, Italien, Ungarn, Tschechien und Deutschland habe sich Rosenberg weltweit zu einem konkurrenzfähigen mittelständischen Unternehmen entwickelt.

Eine Kaffeetafel mit aufschlussreicher Diskussion und vielen Fragen an die Unternehmensführung rundet den Firmenbesuch ab.

 

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Von Mahnern, Schwarzmalern und Sesselfurzern







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Gab den Einpeitscher: Günther Freisleben (stehend), Haller Polizeichef und Landesvorsitzender des CDU-Arbeitskreises Polizei. Daneben CDU-Kreisvorsitzender Arnulf von Eyb, Landrat Helmut M. Jahn und Suchtbeauftragter Gerd Fricke. Foto: Ralf Reichert
Künzelsau Kreis-CDU macht mobil gegen die Polizeireform –
Kritiker reden sich in Rage, SPD-Männer bleiben entspannt

Von unserem Redakteur Ralf Reichert
Der Landgasthof Lell liegt idyllisch über Belsenberg. Draußen bleibt es am Dienstagabend so ruhig wie immer. Drinnen reden sich die Kritiker der Polizeireform die Köpfe heiß. Die Kreis-CDU macht mobil, die rhetorischen Geschütze sind schwer. Manchmal etwas zu schwer. Das verunsichert, ja verängstigt manchen Besucher.

Genüsslich Steht jetzt die Sicherheit Hohenlohes auf dem Spiel? Nein, nein, so war das nicht gemeint, beschwichtigt Günther Freisleben, der zuvor eine Art Einpeitscher gegeben hat. „Ich möchte keine Angst schüren. Echte Sorgen muss sich niemand machen. Die Polizei zerreißt sich“ – egal was kommt. Trotzdem: Der Polizeichef aus Hall kann das sehr gut: sich in Rage reden. Und er tut dies nicht aus dem hohlen Bauch, „sondern auf der Basis von Fakten“. Genüsslich zitiert er aus dem Eckpunktepapier von Innenminister Gall (SPD). Was ihn am meisten ärgert: Vieles bleibe vage, keiner sage, was es kostet, konkrete Zahlen würden nicht genannt.

Die Polizeireviere sollen erhalten bleiben? Ja, vorerst. „Aber in dem Papier steht auch, dass die personelle Ausstattung und die Struktur in einem weiteren Schritt überprüft werden.“ Für die Polizeidirektion Künzelsau prophezeit er: „Der komplette Stab kommt weg“, die „komplette Kriminalpolizei“ ebenso. Das erste stimmt, das zweite ist pure Spekulation. Oder eine sehr reißerische Auslegung des bisher Geplanten.

Man könnte auch sagen: Freisleben hat den Hang, den Teufel an die Wand zu malen. Was aus CDU-Sicht verständlich ist. Und aus seiner Funktion als Landeschef des CDU-Arbeitskreises Polizei erst recht.

 

 

Überreaktion

„Die Leistungsfähigkeit an der Größe von Direktionen festzumachen, ist fatal“, poltert er. Fritz Rehm, SPD-Kreisrat aus Rüblingen, kontert, Freisleben „sehe das viel zu schwarz“. Sein Kollege Wilhelm Hoffmann aus Künzelsau pflichtet ihm bei: „Diese großen Bedenken werden so nicht eintreten.“ Doch der Sozialdemokrat kann die „Überreaktion“ verstehen: Schließlich habe die CDU noch schwer am Verlust der Macht zu schlucken.

 

Mogelpackung

Hohenlohe-Landrat Helmut M. Jahn sieht das natürlich anders: „Ich mache mit Ihnen eine Wette: Wenn ich in Ruhestand gehe in zehn Jahren, werden Sie mir recht geben, wenn wir uns wieder treffen.“ Er hat sich erst am Abend zuvor mit Kretschmann und Gall in Sachen Polizeireform getroffen. Sein Fazit: Traut ihnen nicht, die Reform ist eine große Mogelpackung. Lasst euch nicht einlullen, es wird viel verschleiert. „Ich habe das Gefühl, was die Bürger vermittelt bekommen, ist falsch.“ Zentralismus: Dagegen wehrt sich der Landrat, wo er kann. Am Horizont sieht er zwölf Regionalkreise, analog zu den geplanten Polizeipräsidien, und nicht mehr als „zwei, maximal drei Großgemeinden“ im Hohenlohekreis.

 

Claus Bernhold, Chef der Senioren-Union in Hohenlohe, fordert, sich endlich zu wehren und den Mund aufzumachen.

 

Aufstehen

Die CDU-Mandatsträger seien viel zu lange viel zu ruhig geblieben. Andreas Köhler, Bürgermeister von Krautheim, gibt zu: Das stimmt. Die Polizeireform sei „teuflisch gut eingefädelt“, weil argumentiert werde, sie sei von Polizisten entwickelt worden.

Genau das geht nach den Worten des CDU-Kreischefs gar nicht. „Wir müssen politisch entscheiden, nicht nur fachlich“, sagt Arnulf von Eyb. Der große Verlierer sei der ländliche Raum. „Stellen Sie sich vor, nur Ärzte würden eine Reform konzipieren oder nur Juristen“: Dann gäbe es in Hohenlohe keine Krankenhäuser und keine Amtsgerichte mehr. So wie die SPD dem Zentralismus huldige, strebten Berufslobbyisten und Studierte in die Ballungsräume und Metropolen. Gerd Frick, Suchtbeauftragter für den Kreis, sieht in der erfolgreichen Präventionsarbeit die Felle davon schwimmen. Und, ach ja: Außer Freisleben ergreifen am Ende auch noch andere Polizisten das Wort. Uwe Trumpp, Leiter der Hohenloher Verkehrspolizei, zählt sich mit feiner Selbstironie und in Anspielung auf die Gall-Devise „Mehr Indianer, weniger Häuptlinge“ oder „Mehr Polizisten auf Streife statt in der Stube“ zu den „Sesselfurzern, die nichts schaffen“. Solange die Verkehrspolizei, wie versprochen, aufgerüstet werde, könne er mit solchen Zuschreibungen leben. Das Schlimme sei aber: „Die haben bis jetzt noch gar keinen Plan.“

Angriff Der selbsternannte „Sesselfurzer“ Nummer zwei, Gerhard Zeh, der ebenfalls im Stab der Hohenloher Polizei seinen Dienst tut, lässt auch kein gutes Haar an der Reform. Und Markus Kiesel, Leiter des Polizeireviers Künzelsau, erklärt frustriert: „Die Reform ist für uns rein zahlenmäßig eine klare Schwächung.“ Eine Frischzellenkur für die Polizei? „Da fühle ich mich persönlich angegriffen.“



Eindrücke vom Jahresempfang 2012 der CDU Hohenlohe

   
 
  
 
  
 

 

Tagesausflug der Senioren-Union Hohenlohe

 

Gut gelaunt und unternehmungslustig wie immer starteten 45 Mitglieder und Freunde der Senioren-Union zu einem Tagesausflug zum Haupt- und Landgestüt nach Marbach.

Während einer ausgedehnten Führung durch die Anlagen erfuhr man viel Interessantes über Ziele und Aufgabenstellung dieser Einrichtung des Landes Baden-Württemberg. 

Das Gestüt ist eine wichtige Anlaufstelle für Pferdezüchter und Reitsportler, sehr bekannt ist die dortige Araberzucht. Die jährlich stattfindende Hengstparade ist eine international bekannte Attraktion. An zwei Wochenenden im September/Oktober werden hier Hengste und Stuten verschiedener Rassen präsentiert. In Marbach stehen ca. 380 bis 400 Pferde.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Zucht des Württemberger Warmblüters mit dem Trakehnerhengst Julmond, der mit dem großen Treck nach Westdeutschland gekommen war, vom schweren Arbeitspferd, das nun nicht mehr benötigt wurde, auf ein modernes Reitpferd umgestellt. Das Brandzeichen ist eine Hirschgeweih-Stange. Mit dem Schwarzwälder Kaltblut kümmert man sich auch um die Zucht von Arbeitspferden z. B. für die Waldarbeit.

Nach einer Stärkung bei gutem Essen im Gestütsgasthof ging die Fahrt weiter nach Waldenbuch. Dort hatten die Teilnehmer Gelegenheit, das Schokoladenmuseum der Firma Ritter und/oder die umfangreiche Kunstsammlung von Marli Hoppe-Ritter, der Miteigentümerin der Firma RITTER SPORT, zu besuchen. Thema dieser Sammlung ist das Quadrat in der neueren und zeitgenössischen Kunst.

Besonderen Zuspruch fand der Werksverkauf im „Schokoladen-Shop“, von wo aus so manches süße Geschenk den Weg zurück nach Hohenlohe antrat.

 


 
 

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