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Ingenieur -und
Fachkräftemangel in Wirtschaft und Industrie
Das Thema Fachkräftemangel
war Gegenstand einer öffentlichen Veranstaltung des CDU
Stadtverbandes Künzelsau.
Prof. Dr.-Ing. Jürgen Ulm
von der Reinhold-Würth Hochschule informierte die
Zuhörer im vollbesetzten Ratssaal im alten Rathaus über
die derzeitige Arbeitsmarktsituation für Ingenieure.
„Derzeit können in Deutschland über
80 000 Ingenieursstellen nicht besetzt werden“, so Prof.
Ulm und stellte dar, dass ein Ende des Fachkräftemangels
nicht abzusehen sei.

Um wieder mehr Kinder und Jugendliche
für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern, müssten
laut Ulm geeignete Methoden in den entsprechenden
Lebensabschnitten von Kindergarten über Schule bis hin
zum Studium ausgearbeitet werden. „Wenn Kinder Dinge
auseinandernehmen, erkunden Sie Zusammenhänge von
Ursachen und Wirkungen und experimentieren damit“,
zitierte Ulm. Aus dem sozialen Umfeld der Kinder und
Jugendlichen sieht Prof. Ulm die Ursachen des
Fachkräftemangels. Mangelndes Bewusstsein der Eltern für
die Naturwissenschaften spiele hierbei eine große Rolle.
Zu wenige Eltern spielten mit ihren Kindern mit dem
Experimentierkasten.
Dabei biete das Berufsbild Ingenieur
vielfältige Tätigkeiten. Die Elektrotechnik als
Basiswissenschaft erlaube dem Ingenieur auch in
anderweitigen wissenschaftlichen Feldern tätig zu
werden. „Von der Medizintechnik über die Luft- und
Raumfahrttechnik bis hin zur Energietechnik, sind viele
Anwendungsfelder möglich“, beschrieb der Fachmann.
Im Anschluss an die Ausführungen von
Prof. Ulm gab es eine rege Diskussion. Gerade viele
junge Zuhörer waren gekommen, um sich über ein
Technikstudium an der Reinhold-Würth Hochschule zu
informieren.
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Besuch bei Rosenberg
Einen hochinteressanten
Nachmittag erlebten Mitglieder der Senioren-Union der
CDU bei der Betriebsbesichtigung in der Firma Rosenberg
in Gaisbach

Geschäftsführer Karl
Rosenberg ließ es sich nicht nehmen, selbst in
die Unternehmensphilosophie einzuführen. Seit 1981 habe
sich sich die
Rosenberg Ventilatoren GmbH, mit Sitz in Künzelsau-Gaisbach,
durch Entwicklung und Produktion regelbarer
Außenläufermotoren zu einem für Europa bedeutenden
Zentrum der Lüftungs- und Klimabranche entwickelt.
In einem ausgedehnten Rundgang durch
die Produktionsstätten erläuterte Jürgen Große
Gehling den Ablauf der Fertigung
von Motoren,
über Ventilatoren bis hin zu Steuerungen und kompletten
Klimageräten. Mit rund 1400 Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern , sowie Werken bzw. Beteiligungen in
Frankreich, Italien, Ungarn, Tschechien und Deutschland
habe sich Rosenberg weltweit zu einem konkurrenzfähigen
mittelständischen Unternehmen entwickelt.
Eine Kaffeetafel mit
aufschlussreicher Diskussion und vielen Fragen an die
Unternehmensführung rundet den Firmenbesuch ab.
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Von
unserem Redakteur Ralf Reichert
Der Landgasthof Lell liegt idyllisch über Belsenberg.
Draußen bleibt es am Dienstagabend so ruhig wie immer.
Drinnen reden sich die Kritiker der Polizeireform die
Köpfe heiß. Die Kreis-CDU macht mobil, die rhetorischen
Geschütze sind schwer. Manchmal etwas zu schwer. Das
verunsichert, ja verängstigt manchen Besucher.
Genüsslich Steht jetzt die Sicherheit
Hohenlohes auf dem Spiel? Nein, nein, so war das nicht
gemeint, beschwichtigt Günther Freisleben, der zuvor
eine Art Einpeitscher gegeben hat. „Ich möchte keine
Angst schüren. Echte Sorgen muss sich niemand machen.
Die Polizei zerreißt sich“ – egal was kommt. Trotzdem:
Der Polizeichef aus Hall kann das sehr gut: sich in Rage
reden. Und er tut dies nicht aus dem hohlen Bauch,
„sondern auf der Basis von Fakten“. Genüsslich zitiert
er aus dem Eckpunktepapier von Innenminister Gall (SPD).
Was ihn am meisten ärgert: Vieles bleibe vage, keiner
sage, was es kostet, konkrete Zahlen würden nicht
genannt.
Die Polizeireviere sollen erhalten
bleiben? Ja, vorerst. „Aber in dem Papier steht auch,
dass die personelle Ausstattung und die Struktur in
einem weiteren Schritt überprüft werden.“ Für die
Polizeidirektion Künzelsau prophezeit er: „Der komplette
Stab kommt weg“, die „komplette Kriminalpolizei“ ebenso.
Das erste stimmt, das zweite ist pure Spekulation. Oder
eine sehr reißerische Auslegung des bisher Geplanten.
Man könnte auch sagen: Freisleben hat
den Hang, den Teufel an die Wand zu malen. Was aus
CDU-Sicht verständlich ist. Und aus seiner Funktion als
Landeschef des CDU-Arbeitskreises Polizei erst recht.
Überreaktion
„Die Leistungsfähigkeit an der Größe
von Direktionen festzumachen, ist fatal“, poltert er.
Fritz Rehm, SPD-Kreisrat aus Rüblingen, kontert,
Freisleben „sehe das viel zu schwarz“. Sein Kollege
Wilhelm Hoffmann aus Künzelsau pflichtet ihm bei: „Diese
großen Bedenken werden so nicht eintreten.“ Doch der
Sozialdemokrat kann die „Überreaktion“ verstehen:
Schließlich habe die CDU noch schwer am Verlust der
Macht zu schlucken.
Mogelpackung
Hohenlohe-Landrat Helmut M. Jahn
sieht das natürlich anders: „Ich mache mit Ihnen eine
Wette: Wenn ich in Ruhestand gehe in zehn Jahren, werden
Sie mir recht geben, wenn wir uns wieder treffen.“ Er
hat sich erst am Abend zuvor mit Kretschmann und Gall in
Sachen Polizeireform getroffen. Sein Fazit: Traut ihnen
nicht, die Reform ist eine große Mogelpackung. Lasst
euch nicht einlullen, es wird viel verschleiert. „Ich
habe das Gefühl, was die Bürger vermittelt bekommen, ist
falsch.“ Zentralismus: Dagegen wehrt sich der Landrat,
wo er kann. Am Horizont sieht er zwölf Regionalkreise,
analog zu den geplanten Polizeipräsidien, und nicht mehr
als „zwei, maximal drei Großgemeinden“ im
Hohenlohekreis.
Claus Bernhold, Chef der
Senioren-Union in Hohenlohe, fordert, sich endlich zu
wehren und den Mund aufzumachen.
Aufstehen
Die CDU-Mandatsträger seien viel zu
lange viel zu ruhig geblieben. Andreas Köhler,
Bürgermeister von Krautheim, gibt zu: Das stimmt. Die
Polizeireform sei „teuflisch gut eingefädelt“, weil
argumentiert werde, sie sei von Polizisten entwickelt
worden.
Genau das geht nach den Worten des
CDU-Kreischefs gar nicht. „Wir müssen politisch
entscheiden, nicht nur fachlich“, sagt Arnulf von Eyb.
Der große Verlierer sei der ländliche Raum. „Stellen Sie
sich vor, nur Ärzte würden eine Reform konzipieren oder
nur Juristen“: Dann gäbe es in Hohenlohe keine
Krankenhäuser und keine Amtsgerichte mehr. So wie die
SPD dem Zentralismus huldige, strebten Berufslobbyisten
und Studierte in die Ballungsräume und Metropolen. Gerd
Frick, Suchtbeauftragter für den Kreis, sieht in der
erfolgreichen Präventionsarbeit die Felle davon
schwimmen. Und, ach ja: Außer Freisleben ergreifen am
Ende auch noch andere Polizisten das Wort. Uwe Trumpp,
Leiter der Hohenloher Verkehrspolizei, zählt sich mit
feiner Selbstironie und in Anspielung auf die
Gall-Devise „Mehr Indianer, weniger Häuptlinge“ oder
„Mehr Polizisten auf Streife statt in der Stube“ zu den
„Sesselfurzern, die nichts schaffen“. Solange die
Verkehrspolizei, wie versprochen, aufgerüstet werde,
könne er mit solchen Zuschreibungen leben. Das Schlimme
sei aber: „Die haben bis jetzt noch gar keinen Plan.“
Angriff Der selbsternannte „Sesselfurzer“
Nummer zwei, Gerhard Zeh, der ebenfalls im Stab der
Hohenloher Polizei seinen Dienst tut, lässt auch kein
gutes Haar an der Reform. Und Markus Kiesel, Leiter des
Polizeireviers Künzelsau, erklärt frustriert: „Die
Reform ist für uns rein zahlenmäßig eine klare
Schwächung.“ Eine Frischzellenkur für die Polizei? „Da
fühle ich mich persönlich angegriffen.“
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Tagesausflug der
Senioren-Union
Hohenlohe
Gut gelaunt und unternehmungslustig
wie immer starteten 45 Mitglieder und Freunde der
Senioren-Union zu einem Tagesausflug zum Haupt- und
Landgestüt nach Marbach.
Während einer ausgedehnten Führung
durch die Anlagen erfuhr man viel Interessantes über
Ziele und Aufgabenstellung dieser Einrichtung des Landes
Baden-Württemberg.
Das Gestüt ist eine wichtige
Anlaufstelle für Pferdezüchter und
Reitsportler, sehr bekannt ist die dortige
Araberzucht. Die jährlich stattfindende
Hengstparade ist eine international bekannte Attraktion.
An zwei Wochenenden im September/Oktober werden hier
Hengste und Stuten verschiedener Rassen präsentiert. In
Marbach stehen ca. 380 bis 400 Pferde.

Nach Ende des
Zweiten Weltkrieges wurde die Zucht des
Württemberger Warmblüters mit dem
Trakehnerhengst
Julmond, der mit dem großen
Treck nach Westdeutschland gekommen war, vom
schweren Arbeitspferd, das nun nicht mehr benötigt
wurde, auf ein modernes Reitpferd umgestellt. Das
Brandzeichen ist eine
Hirschgeweih-Stange. Mit dem
Schwarzwälder Kaltblut kümmert man sich auch
um die Zucht von Arbeitspferden z. B. für die
Waldarbeit.
Nach einer Stärkung bei gutem Essen
im Gestütsgasthof ging die Fahrt weiter nach Waldenbuch.
Dort hatten die Teilnehmer Gelegenheit, das
Schokoladenmuseum der Firma Ritter und/oder die
umfangreiche Kunstsammlung von Marli Hoppe-Ritter, der
Miteigentümerin der Firma RITTER SPORT, zu besuchen.
Thema dieser Sammlung ist das Quadrat in der neueren und
zeitgenössischen Kunst.
Besonderen Zuspruch fand der
Werksverkauf im „Schokoladen-Shop“, von wo aus so
manches süße Geschenk den Weg zurück nach Hohenlohe
antrat.
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